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Ostara Frühjahrs- Tagundnachtgleiche 20.03. bis 23.03.

Aktualisiert: 22. März 2021


Ostara Frühjahrs-Tagundnachtgleiche 20.03. bis 23.03.

Äquinoktium (lat. aequus „gleich“, nox „Nacht“)


Es ist das Fest der germanische und keltischen Frühlingsgöttin Ostara.


Sie ist die Göttin der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus und bringt Leben, Licht, Wärme und Energie in unsere Welt.

Ostara ist die beste Zeit, um unsere tiefliegenden Sehnsüchte und Wünsche zu erfüllen – aber auch um sich von Altem zu lösen.


Themen:

Wiedergeburt, Erneuerung, Entwicklung, die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf, die Göttin Ostara vertreibt die kalte und dunkle Jahreszeit. Von nun an geht es wieder Bergauf. Die Tage werden wieder länger, die Lebensgeister erwachen wieder zu neuen Leben.

Neue Ideen lassen sich nun verwirklichen, neue Lebensabschnitte oder -wege können begangen werden.

Vorhaben die man sich zu Imbolc = Lichtmess am 1. und 2.02. vorgenommen hat, werden nun umgesetzt, können verwirklicht werden.

Das Loslassen von alten Mustern, die einem nicht guttun, ist begünstigt.


Es ist die Zeit der Erneuerung nicht nur die Natur erneuert sich nach der kalten, dunklen Zeit, auch der Mensch spürt das sich eine neue hoffnungsvolle Zeit auftut.


Sprühend vor Lebenslust wurde dieses Fest von unseren germanischen und keltischen Vorfahren gefeiert.

Die Rückkehr der Sonne, mit ihren nun immer wärmer werdenden Strahlen, den Sieg der Natur über den unwirtlichen Winter.

Es konnte wieder ausgesät werden, Nahrung in Form von frischen, reinigenden, vitaminreichen Kräutern stand wieder zur Verfügung.


So zum Beispiel: Brennnessel, Scharbockskraut, Brunnenkresse, Bärlauch, Löwenzahn, Giersch, Bachbunge, Vogelmiere, Gundelrebe, die in die „Neun Kräutersuppe“ zu Ostara gehören. Je nach Vegetationszeit der verschiedenen Regionen, können diese Kräuter variieren.



Der Saft der Birken und der Eichen versprach nach der Gärung, ein berauschendes, sinnerhellendes Erfrischungsgetränk.


Ursprünglich soll die Göttin „Eostrae“ geheißen haben, dieses kann aber auch dem regional unterschiedlichen Sprachgebrauche geschuldet sein und steht für „Göttin der Morgenröte“ was sinnbildlich für das Wiedererwachen der Natur und den Beginn von neuem Leben steht.

Der heilige „Mondhase“ ist das Tier der Frühlingsgöttin Ostara. Bei Vollmond erkennt man den Mondhasen im Mond.

Der Hase war für die Menschen schon immer Sinnbild für Lebenskraft, Wiedergeburt und Auferstehung.

Uns ist er heute noch als Osterhase bekannt.


Zu Anbeginn der Zeit legte Ostara ein Ei. Dass sie über die Jahrtausende, behutsam zwischen ihren Brüsten trug, es so wärmte. Dieses Ei übergab Ostara der Dunkelheit und der Kälte. Als das Ei schließlich reif war brach es auf, und heraus schlüpfte nicht weniger als die ganze Welt.

Mit alle den Pflanzen, Bäumen, Gewässer, Menschen und Tieren kurzum mit allem Lebendigen. Der Eidotter wurde zur Sonne, die Licht und Wärme in die Dunkelheit bringt und das Eis und den Schnee der Kälte zum Schmelzen bringt, und so, Leben erst möglich macht.

Unsere Ostereier, die wir auch heute noch verschenken und verstecken, sind also ein Symbol für die Erdenmutter Ostara und stellt demnach ein Ritual dar, das der Geburt der Erde gedenkt.


Wie passt das Ganze zu den heute weitverbreiteten christlichen Osterritualen?

Nun, die katholische Kirche versuchte ganz Europa zu christianisieren, was ihr mit diversen Foltermethoden und unter Einsatz von Inquisitoren, in manchen Regionen früher in anderen Gebieten erst später gelang.

Ohne diese Inquisition, hätte der "Neue Glaube" weit weniger Erfolg gehabt bei den niedergelassenen Kelten und Germanen, die Kirche musste sich deshalb etwas überlegen. In der Bevölkerung der Germanen und Kelten war der Vielgötterglaube weit verbreitet und die Menschen lebten nach ihren Vorstellungen des Jahreskreises, den sie in der Natur beobachteten. Sie lebten ihren Glauben und ihr Leben im Rhythmus und Harmonie der Natur.

Also behalf sich die Katholische Kirche, und übernahm verschiedene Rituale und verschieden Gottheiten der zu bekehrenden Heiden. Benannte sie um, deutete sie um, gab ihnen zumeist eine negative Anhaftung.

So wurde auch das Fest der Ostara, das für Lebenslust, Freude am Leben, Neubeginn, erwachen der Pflanzentriebe und natürlich auch das sexuelle Erwachen der Menschen mit der wärmer werdenden Sonneneinstrahlung, den Düften der erwachenden Natur, der vielen Vogelstimmen, umgekehrt.

Anstelle der Freude und Sinnlichkeit wie sie die Kelten und Germanen zu Ostara feierten, steht im christlichen Glauben, das Leid und die Kreuzigung von Christi im Vordergrund.


So ist unser heutiges Osterfest, im Grunde ein Fest zu Ehren der Göttin Ostara.

Das Wissen darum wurde weitgehend verschüttet oder vernichtet.


Die Palmbuschen, das Osterfeuer, die Ostereier, der Osterhase sie alle sind übriggebliebene Symbol für unser ursprünglich naturnahes Leben.


Autorin: Barbara Schafflinger



Ostara Ritual am 21.03.2021



Ort: Kraftort in Goldegg im Pongau

Zeit: 6:08 Uhr Beginn des Rituals (Sonnenaufgang)


Die Vorbereitung auf das Ritual beginnt eigentlich schon viel früher (Imbolc, Sammeln von Kräutern,….), aber darauf möchten wir hier nicht näher eingehen (keltischer Jahreskreis, eines geht ins andere, kein Anfang/Ende, ohne das eine nichts anderes, nur Rhythmen?).


Wir starten zu Fuß um 05:30 zum Kraftplatz in Goldegg.

Wir kommen an und starten mit einer Gehmeditation bei der wir dreimal im Uhrzeigersinn den Ritualplatz umkreisen. Dies symbolisiert nach Jul (Wintersonnenwende am 21.12) und Imbolc (Lichtmess am 2.2) das dritte Fest im keltischen Jahreskreis. Dabei sind wir im Bewusstsein bei Ostara und ihrer Bedeutung (Wiedergeburt, Sonnenaufgang, Jugend, Neuanfang, altes hinter uns lassen).


Wir betreten das Zentrum des Platzes durch einen Heckenbogen von Westen kommend in Richtung Osten, Ostara, symbolisch als zugehen auf die Geburt, den Neuanfang.

Danach beginnen wir einen Runenkreis, in dem dann die Feuerstelle mit dem Räucherwerk sein wird auszulegen. Wir bereiten nun das Räucherwerk aus verschiedenen getrockneten heimischen Kräutern und Harzen vor. Mit diesen reinigen wir den Platz und uns selbst.


Als nächstes sammeln wir uns um die Feuerstelle, beginnen mit einem Mantra zu singen und jeder von uns übergibt feierlich einen Zettel auf dem wir vorab unsere unliebsamen Gewohnheiten, Lasten, negativen Energien usw. dem Feuer.

Dies symbolisiert ein Loslassen (Tod) und bereit sein für Neues (Wiedergeburt), genau so wie es die Natur zu diesem Zeitpunkt macht, und wir als Teil davon auch die Möglichkeit haben.

Wir singen das Mantra stetig weiter. Nach dem Verbrennen der Zettel merken wir uns intuitiv eine Zahl zwischen 1 und 8. Daraus erfahren wir nach dem Ritual die persönliche Botschaft aus Ostara, die wir uns immer wieder in Erinnerung rufen können bzw. an die wir uns erinnern sollen.

Nun halten wir kurz inne und reflektieren für uns selbst das Erlebte.

Dann heißt es singen, springen und ums Feuer tanzen.

Das neue, erwachende wird mit Freude gefeiert.

Ein schöner Abschluss ist ein gemeinsames Frühstück, wo wir über unsere Eindrücke vom Ritual plaudern und reflektieren können.

Ostara ist Ausdruck der Lebensfreude, dass heißt die Feier kann weiter gehen.

Es war ein wunderschönes Erlebnis.



Danke Ostara!

Autor: Thomas Rettenbacher

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